Die Geschichte unseres Ortsverbandes

Von damals bis heute


1954

Der THW-Ortsverband wird 1954 gegründet, mit der Aufgabe technische Hilfe bei Katastrophen und Unglücksfällen sowie bei der Beseitigung von öffentlichen Notständen zu leisten, i. d. R. auf Anforderung der für die Gefahrenabwehr zuständigen Stellen. Die Hilfe im Ausland im Auftrage der Bundesregierung kommt später dazu.

1958
Die erste Unterkunft (OVU) ist eine alte Baracke im Marienhofweg. Hier beginnen zunächst 44 Helfer mit 5 Gerätekisten(!) die Ausbildung. Bald kann aber 1958 eine bessere Baracke bezogen werden. Das Gerät wird um 10 Bindeleinen, einige Schaufeln und 1 Greifzug aufgestockt.

1962
Eine erste Bewährungsprobe erfolgt 1962. Eine schwere Sturmflut fordert das Können der noch jungen Helfermannschaft heraus und wird fortgesetzt bei einem Großfeuer in Husums Innenstadt, wo die Feuerwehren unterstützt werden.

1966
1966 beginnt für die Husumer THW-Helfer das mobile Zeitalter! Es werden ein Mannschaftskraftwagen (MKW) und ein Gerätekraftwagen (GKW) ausgeliefert. Nun nimmt die Ausbildung eine andere Dimension an; sie findet an und mit den bestens ausgestatteten Fahrzeugen statt.

1968
1968 werden die Husumer Helfer „Untermieter“ in der neuen Feuerwache im Marienhofweg. Die Zusammenarbeit wird nun intensiviert, Wehrführer J. Nielsen wird später für seine Unterstützung beim Aufbau des THW-Husum mit dem Helferabzeichen in Gold geehrt.

1970
1970 bekommen die Husumer das erste Funkgerät, einen Funkkommandowagen und ein Boot auf Anhänger. Nun fallen auch schon vermehrt technische Hilfeleistungen an: Die alte Pellwormer Kirchturmruine wird bestiegen; hoch interessant war die Verladung von Material und Fahrzeugen in Dagebüll auf die Fähre!

Öffentlichkeitsarbeit bekommt beim OV Stellenwert. Ein sichtbares Zeichen ist die Teilnahme des damaligen Bundesministers Egon Bahr am 1. THW-Teepunschabend mit dem Motto „Kontakte knüpfen – Kontakte hegen – Kontakte pflegen“, der zuvor für den Ankauf der Unterkunft in der Liebigstraße gesorgt hat. Die Räumlichkeiten in der Feuerwache waren nämlich zu klein geworden.

1976
Die Helfer weihen am 07.08.1976 diese neue OVU ein. Von nun an bekommt die Ausbildung eine noch höhere Qualität, zumal weiteres technisches Gerät zugeführt wird. Das mündet – für die nächsten Jahre – ein in eine Vielzahl von kleinen bis großen Hilfeleistungen. Hier sind bemerkenswert: Sturmflut, Tanklastzugbergung, LKW-Bergungen, Ausleuchten von Schadenstellen, Unterstützung der FF, Bau von Ölsperren, Mähdrescherbergung, Bergung eines Fischkutters, Montage von Notstromaggregaten auf Oland, Hooge, Langeneß usw… . Weiteres technisches Gerät kommt dazu, so dass während der Schneekatastrophe 1978/79 insgesamt rund 7.100 Einsatzstunden geleistet werden.

Abgeleitet aus den Erfahrungen aus der Schneekatastrophe bekommt das THW durch den Kreis NF Funkgeräte und Funkmeldeempfänger (FME). So kann das umfangreiche technische Potential des OV doch effektiver eingesetzt werden. Eine solche Unterstützung durch den Kreis erfolgt in den kommenden Jahren vermehrt.

1984
1984 gehen erstmals Husumer Helfer in einen Auslandseinsatz nach Tunesien und Äthiopien, dann 1986 nach Algerien. 1985 wird in Husum eine THW-Jugendgruppe gegründet. 1990, 1991 und 1992 werden Hilfsgütertransporte nach Rußland, Litauen und Polen ausgeführt.

2004
Die Einsätze mehren sich. Die gute und umfangreiche Ausstattung und das Helferpotential lassen dieses zu. Zugleich ist Helferwerbung sehr wichtig! Auch Bundespolizei, Landespolizei und Zoll nehmen vermehrt die Hilfe des THW in Anspruch. So kann 2004 das 50-jährige Bestehen im Kreise vieler Gäste und der Helfer gefeiert werden.

2010
2010 entspricht die Unterkunft in der Liebigstraße nicht mehr den Anforderungen des THW. Eine neue Liegenschaft muß her. In der Johannes-Mejer-Straße ist ein toller Komplex mit Büro-, Fahrzeug- und Gerätetrakt entstanden.

2012
Unser Neubau der Liegendschaft in der Johannes-Mejer-Str. ist fertig und kann bezogen werden. Im Industriegebiet ist nun genügend Platz, um alle Fahrzeuge und Gerätschaften unterzubekommen. Auch bei unseren Übungsdiensten können wir jetzt keinen mehr stören und nach Herzenslust üben.

2013
Sturm "Christian" fegt im Oktober über Schleswig-Holstein. Unzählige umgestürzte Bäume mussten von Straßen und Gehwegen geräumt werden. Die Aufräumarbeiten zogen sich über mehrere Tage hinweg; ganze Wälder wurden vernichtet.

2017
Die Aufgaben und Einsätze werden immer umfangreicher.
Sei es beim Elbehochwasser, bei der Unterstützung der Hilfskräfte bei der Flüchtlingshilfe oder beim G20-Gipfel in Hamburg.
Auch die Auslandseinsätze nehmen immer mehr zu. So war ein Helfer in kurzer Zeit 2x im Irak, um die dortigen Einsatzkräfte zu unterstützen.
Im Husumer Stadtgebiet wird der OV immer häufiger zu Einsätzen alarmiert; besonders bei auslaufenden Betriebsstoffen.
Im September folgte ein größerer Einsatz auf dem Messegelände, um die Zelte der HusumWind zu schützen; Sturm "Sebastian" zeigte seine ganze Kraft.

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